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Lesen Sie hier die Pressemitteilung der Windenergie-Agentur WAB:

Keine Minute mehr beim Offshore-Netzanschluss verlieren!
Gute Lösungsvorschläge müssen das Signal für unmittelbare Umsetzung sein um Investitionen und Arbeitsplätze nicht zu gefährden

Bremerhaven, Berlin 22.März 2012. Der Offshore-Branchenverband WAB begrüßt die heute in Berlin vorgelegten Ergebnisse der Arbeitsgruppe zum beschleunigten Netzausbau für Offshore-Windenergie und drängt auf deren unmittelbare Umsetzung. Der Verband fordert insbesondere die Hilfe des Bundes bei Haftungs- und Finanzierungsfragen.

"Wenn sich der Netzausbau noch weiter verzögert, werden die politischen Ziele für Offshore-Wind weit verfehlt. Das wäre katastrophal für die deutsche Offshore-Windindustrie.", so Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB. Nach Angaben von Experten werden unter den gegenwärtigen Bedingungen nur rund 5 Gigawatt bis 2020 in deutschen Gewässern installiert werden. Das politische Ziel liegt mit 10 Gigawatt doppelt so hoch. Die stark mittelständisch geprägte Industrie hat in den letzten Jahren im Vertrauen auf dieses Ziel dreistellige Millionenbeträge in Technik, Produktionskapazitäten und Infrastruktur investiert. Hinzu kommen Millioneninvestitionen der Länder in diesem Bereich. "Die Investitionen und die Arbeitsplätze dürfen nicht gefährdet werden.", so Meyer. Jede weitere Minute Verzögerung koste den Unternehmen bares Geld und zukunftsträchtige Arbeitsplätze unterstreicht Meyer. Derzeit arbeiten rund 6.000 Beschäftigte in der deutschen Offshore-Industrie. Bis 2021 erwarteten Experten bisher einen Anstieg auf bis zu 33.000 Beschäftigte. Diese Arbeitsplätze finden sich bereits heute im gesamten Bundesgebiet.

Derzeit verhindern im Wesentlichen ungeklärte Haftungsrisiken weitere Investitionen in die seeseitigen Netzanschlüsse. Die WAB fordert daher, dass mögliche Schäden, die trotz technischer und organisatorischer Vorkehrungen nicht wirtschaftlich versicherbar sind, durch den Bund übernommen werden. Dieser Ansatz der Risikoübernahme durch den Bund ist auch aus anderen Industrien bekannt. "Die Risikoübernahme durch den Bund muss unverzüglich umgesetzt werden.", fordert Meyer, "das wäre das Signal auf das wir so lange warten", so Meyer weiter.

Seit Ende Januar haben Vertreter des Bundeswirtschafts-ministeriums (BMWI) und des Bundesumweltministeriums (BMU), des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und der Bundesnetzagentur (BNetzA) in einer Arbeitsgruppe zusammen mit Länder- und Industrievertretern, Vorschläge zur Beschleunigung der Netzanbindung der Offshore-Windparks erarbeitet. Die Arbeitsgruppe wurde von der Kommunikationsplattform "Stiftung der deutschen Wirtschaft zur Nutzung und Erforschung der Windenergie auf See" moderiert.

Die Windenergie-Agentur WAB ist das führende Unternehmensnetzwerk für Windenergie in der Nordwest-Region und bundesweiter Ansprechpartner für die Offshore-Windenergiebranche in Deutschland. Dem Verein gehören mehr als 350 Unternehmen und Institute aus allen Bereichen der Windenergieindustrie, der maritimen Industrie sowie der Forschung an.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Ronny Meyer, Geschäftsführer der Windenergie-Agentur WAB
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Tel.: 0173-7946082

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